Stadtteilkonferenz

Nach der Stadtteilkonferenz geht es weiter

Nach der ersten Stadtteilkonferenz (STK) für Lannesdorf und Mehlem am 2.10.2019 geht es weiter!
In Arbeitsgruppen finden sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam Ideen, Aktionen und Projekte voranzubrigen. Wir freuen uns über alle, die dabei mitmachen möchten. Herzliche Einladung!

Termine

Die ersten beiden Termine stehen bereits fest:

Arbeitskreis "Kulturräume und Begegnung"
      am: Mittwoch, den 6. November 2019, um 18 Uhr
      im:  Veranstaltungsraum des Quartiersmanagements, Ellesdorfer Straße 44 in Lannesdorf

Arbeitskreis "Wohnen und Wohnumfeld":
      am: Mittwoch, den 22. November 2019, von 17:30 Uhr - 19:30 Uhr
      im:  Veranstaltungsraum des Quartiersmanagements, Ellesdorfer Straße 44 in Lannesdorf

Erste Stadtteilkonferenz für Lannesdorf und Mehlem

Ein Bericht von Ebba Hagenberg-Miliu

Gut 100 Teilnehmer nahmen sich am Mittwochabend in der Aula der Domhofschule das Motto der 1. Lannesdorfer und Mehlemer Stadtteilkonferenz beherzt zum Ziel: ihre „Lebensqualität und ihr Zusammenleben gemeinsam zu gestalten“. Ines Jonas, Sabine Ebeling und Silke Höfler vom Quartiersmanagement der Evangelischen Frauenhilfe hatten mit einer Bürgergruppe eine dreistündige Veranstaltung (nebst schmackhaftem Büffet) auf die Beine gestellt, die vor allem auf Einem aufbaute: auf dem Engagement der Teilnehmer.

Das Vorurteil würde lauten: Eine Stadtteilkonferenz sei nur „eine Laberbude“, und „die da oben“ täten ohnehin nur, was sie wollten, sagte Moderatorin Ebba Hagenberg-Miliu. „Aber nein, Sie, die Bürger, haben es heute Abend selbst in der Hand, Ihre Ideen für Mehlem und Lannesdorf zu bündeln und in Projekten auf den Weg zu bekommen.“ Und die Bürger hätten dafür hier auch zahlreiche Vertreter aus Verwaltung und Politik mit am Tisch: „und zwar auf Augenhöhe“.

Nach den Grußworten von Dagmar Müller, leitende Pfarrerin der Frauenhilfe (die die Arbeit des Quartiersmanagements vorstellte), und Bezirksbürgermeister Christoph Jansen (der Unterstützung der Politik für die weiter Arbeit versprach) wurde zur Gruppenarbeit an vier Thementische eingeladen, wo eine ganze Reihe Experten aus Politik und Verwaltung Rede und Antwort standen. Nach einstündigen Diskussionen stellten vier Gruppensprecher die Ergebnisse vor:

  • Thementisch Wohnumfeld, Infrastruktur und Sicherheit:
    Sprecher Walter Omsels konnte berichten, dass sich eine Arbeitsgruppe mit schon dem ersten Termin gebildet habe, die mit Bürgeranträgen vor allem folgende Ziele in Angriff nehmen wird: zum einen mit konkreten Vorschlägen das Bürgerrecht auf bezahlbaren Wohnraum vor Ort einzufordern. „Wir alle werden alt und können plötzlich betroffen sein.“ Zweitens für mehr Sicherheit in den engen Straßen Lannesdorfs und Mehlems zu werben. Und drittens für eine Erneuerung der maroden Straßen einzustehen.
     
  • Thementisch Straßenverkehr und Mobilität:
    Sprecherin Juliane Wächter schilderte, man habe am Tisch u.a. Christian Schäfer, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, ein Aufgabenpaket für Verwaltung und Politik mitgegeben: Tempo 30 in bestimmten Zonen einzuführen, mehr Fahrradständer an mehreren Standorten aufzustellen, bei der Polizei Maßnahmen für einen besseren Verkehrsfluss einzufordern etc.
     
  • Thementisch Klima und Umweltschutz:
    Laut Sprecherin Professor Hildegard Macha hat sich auch hier schon eine feste Arbeitsgruppe mit Termin gebildet, die sich für ein Bündel von Maßnahmen einsetzen wird: für den Schutz der Natur in vielen Bereichen, konkret für mehrere Baumbeete, für die Förderung des Umweltverständnisses bei Kindern und Jugendlichen (etwa durch Zusammenarbeit mit der KJA-Jugendarbeit „Rheingold“), für den Schutz der Bienen vor Ort, gegen das Abholzen mehrerer Bäume, für Sauberkeitsaktionen am Rhein und an den Containern am Mehlemer Friedhof etc.
     
  • Thementisch Kulturräume und Begegnung:
    Sprecher Josef Kolb konnte ebenfalls berichten, dass sich eine Arbeitsgruppe gebildet hat. Ziele seien: gemeinsam gegen die Vereinsamung von Senioren aller Kulturen mit Schaffung neuer Treffpunkte vorzugehen. Endlich in Lannesdorf wieder einen Saal für Vereinstreffen zu finden. Warum etwa könne das nicht die leerstehende König-Fahd-Akademie sein, die zudem ein interkulturelles Begegnungszentrum für Senioren werden könnte?. Die Belange von Kindern und Jugendlichen seien mehr zu berücksichtigen: etwa indem Spielplätze „fit“ gemacht würden und der Kontakt zu Französischen Schule verbessert werde usw.
     

Quartiermanagerin Ines Jonas versprach, dass ihr Team für aktive Bürgergruppen als weitere Ansprechpartner bereitstünde und Treffen in der Ellesdorfer Straße 44 stattfinden könnten. Informationen über den Stand der weiteren Arbeit sowie den Kontakt zu den Arbeitsgruppen könnten die Bürger jederzeit von ihrem Büro erhalten. Es bleibe Schaltstelle für Bürgeranliegen. Im kommenden Jahr werde man zur nächste Stadtteilkonferenz für Lannesdorf und Mehlem einladen.
„Wir haben uns drei Stunden die Köpfe heiß geredet. Pläne geschmiedet, Aktionen vereinbart“, resümierte Hagenberg-Miliu. „Jetzt bin ich gespannt, was sich entwickelt. Sie, die Bürger, sind jetzt am Ball.“

Ansprechpartnerin


alt

Ines Jonas
Projektleitung

 0228 9541 310
 0228 9541 100

 E-Mail schreiben

Flyer
 
Für weitere Informationen:

Quartiersmanagement Lannesdorf/Obermehlem Ellesdorfer Straße 44
53179 Bonn
Telefon 0228 95 41 -310 oder -320
Telefax 0228 95 41 -100
E-Mail: quartiersmanagement(at)frauenhilfe-rheinland.de